Urbane Nachbarschaft Imbuschplatz

ein Projekt der Montag Stiftung Urbane Räume in Kooperation mit der Stadt Bochum

Die Montag Stiftung Urbane Räume gAG wird in ihrem gemeinnützigen Programmbereich „Initialkapital für eine chancengerechte Stadtentwicklung“ in städtischen Quartieren aktiv, um hier das soziale Miteinander in guter Nachbarschaft, die Chancengerechtigkeit für Benachteiligte sowie die aktive Teilhabe und das bürgerschaftliche Engagement der hier lebenden Menschen für ihr Quartier zu stärken. Dazu werden Investitionen in eine langfristige, gemeinwohlorientierte Immobilienentwicklung mit Impulsen und Angeboten zum Aufbau einer nachhaltig tragfähigen Struktur des Gemeinwesens im Quartier verbunden.

Über die rentierliche Investition in eine Immobile sollen dauerhaft Überschüsse für das Gemeinwohl im Stadtteil erwirtschaftet werden. Dies können einerseits finanzielle Überschüsse aus der Bewirtschaftung der Immobilie sein, die in gemeinnützige Stadtteilprojekte vor Ort fließen. Dies kann andererseits aber auch eine soziale Rendite sein, die aus neu geschaffenen, öffentlich zugänglichen und nutzbaren Räumen sowie aus der Mobilisierung von Bürgerengagement für das Gemeinwesen erwächst. In der Anschubphase des Projektes bringt die Stiftung als Kooperationspartner darüber hinaus Ressourcen und Know-how ein für die Entwicklung von gemeinnützigen Stadtteilprojekten, für aktive Kommunikation und die Mobilisierung von Bürgerengagement sowie für die Vernetzung örtlicher Akteure, Institutionen, Vereine und Initiativen, um das Gemeinwesen zu stärken.

Schließlich sollen die Strukturen und eingesetzten Instrumente mit den lokalen Akteuren und der Kommune so aufgebaut und entwickelt werden, dass die Trägerschaft und die Durchführung gemeinnütziger Projekte vor Ort nachhaltig weitergeführt werden können.

Ein Pilotprojekt des Programms Initialkapital wurde mit der „Nachbarschaft Samtweberei“ in Krefeld realisiert.

Die Stadt Bochum hat ein Konzept zur besseren Unterbringung von zur Zeit in der Immobilie Stühmeyerstraße 33 ansässigen Initiativen der Wohnungslosenhilfe entwickelt und beabsichtigt, das Gebäude nach Auszug der bisherigen Nutzer neuen gemeinwohlorientierten Nutzungen zuzuführen. Auf dieser Grundlage sollen in Kooperation mit der Montag Stiftung Urbane Räume und Akteuren im Quartier rund um die Immobilie Stühmeyerstraße 33 neue Wege für eine gemeinwohlorientierte Quartiersentwicklung „rund um den Imbuschplatz“ gegangen werden. Es ist dabei das Ziel, die Lebensbedingungen der Nachbarn und Quartiersbewohner zu verbessern und die Potenziale des Quartiers zu stärken. Ein wesentlicher Beitrag der Stadt Bochum liegt in der Bereitstellung des Grundstücks im Rahmen eines Erbbaurechts für eine gemeinnützige Projektgesellschaft verbunden mit dem Erlass des Erbbauzinses solange die Gesellschaft gemeinnützig im Quartier tätig ist.

Basis für den gemeinsamen Ansatz ist ein Handlungskonzept, das in Kooperation zwischen Stadt Bochum und der Stiftung erarbeitet wurde. Dazu wurde eine Quartiersanalyse erstellt und das Gebäude Stühmeyerstrasse 33 mit Blick auf seine mögliche Nutzung und den damit verbundenen Sanierungsbedarf untersucht.

Das gemeinsame Handlungskonzept und die abgestimmten Kooperationsbeiträge von Stadt, Montag Stiftung Urbane Räume und Projektgesellschaft sind in einer Kooperationsvereinbarung niedergelegt und sind die Grundlage für die gemeinwohlorientierte Entwicklung von Immobilie und Quartier.