DIE HALLE

Die Quartiershalle in der KoFabrik verbindet ein vermietbares Raumangebot mit einem Ort des öffentlichen Handelns und Seins, der idealerweise flexibel von den jeweiligen Nutzer*innen und vor allem von den Menschen im Quartier gestaltet werden kann.

Der Raum selbst war einst Schreinerwerkstatt und Wagenhalle der Bochumer Eisenhütte, wurde später mit einer Zwischendecke versehen und zum Archiv umgebaut. Nach der Eisenhütte kam die Stadtverwaltung, später gab es noch Zwischennutzungen durch die Wohnungslosenhilfe. Nun sind Teile der Zwischendecke wieder entfernt, ein Hallenraum mit Galerie darum herum ist entstanden. Jetzt werden die Tore für das Imbuschviertel geöffnet und der Halle neues Leben eingehaucht.

Ein Ergebnis des Ideenworkshops: Einrichtungsvorschlag und mögliches Nutzungsszenario.

In einer Miniquartiershalle aus Pappe ist ein Strohhhalm an zwei Schnüren an der Decke befestigt, darauf schaukelt eine Legofigur. Eine rote Alienfigur mit drei Beinen steht in in der Halle.

Das neue Konzept wird als Kern den variablen Nutzen der Halle im Erdgeschoss  beinhalten – was bisher über verschiedene Jahrzehnte auf- und umgebaut wurde, wird jetzt aber innerhalb kürzester Zeit auf den 400qm möglich sein. Dabei sind rund 240 qm im Erdgeschoss und 40 qm auf einer Empore offen und multifunktional angelegt. Auf der Galerie befinden sich weitere 120 qm Flächen für vermietete Seminar, Büro- oder Geschäftsräume.

Mit leicht verschiebbaren und multifunktionalem Mobiliar, seien es fahrbare Funktionsschränke, eine bewegliche Bühne oder Sportmatten die sich zu Sofas umfunktionieren lassen, wird eine möglichst große Variabilität in der Halle im Erdgeschoss ermöglicht. So kann der Raum hier z.B. montags als Marktplatz, dienstags als Laboratorium und Werkstatt, mittwochs als Yogastudio und donnerstags als Kabarettbühne genutzt werden. Der Seminarraum oben bietet sich ebenfalls für temporäre und wechselnde Nutzungen, Kurse, Workshops, Gruppentreffen und ruhiges Arbeiten an. Die fest vermieteten Büro- und Gewerbenutzungen auf der Galerie kooperieren idealerweise mit dem Gemeinschaftsprojekt.

Der Raum im Erdgeschoss wird so zum Projektort von Initiativen und Vereinen, von Einzelpersonen, Gruppen und Unternehmen, von Künstler*innen, Handwerker*innen, Selbstständigen oder sonstigen interessierten Akteur*innen. Auf der Galerieebene befindet sich ein Seminarraum, aber auch ein kleines Büro und ein kleiner Gewerberaum, z.B. für einen Buchladen.

Dabei garantiert die feste oder zeitweilige Vermietung dieser Räume auf der Galerie oder der Halle im Erdgeschoss für einzelne Veranstaltungen den gemeinwohlorientierten Betrieb, der offen für alle ist. Egal, ob Kunstatelier, Werk- oder Produktionsstätte, Proben- und Performance-Location, Sportstätte, Seminarraum, Ort für temporäre Raumnutzungen und Dienstleistungen oder Treffpunkt für Vereine und Familien: Dies sind nur einige Möglichkeiten, die die Quartiershalle bieten soll.